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Ausdehnung der Partnerschaftsaktivitäten
Die Vielfalt der Aktivitäten weitete sich immer mehr aus: Intensive Kontakte der Schulen, regelmäßige Besuche der einzelnen Vereine, Wohltätigkeitsveranstaltungen für die MALI-HILFE ( die Idee zur Hilfe in Mali entstand 1985 bei einem Familientreffen in Dahn), Bierfeste, Familienfreizeiten der Komitees, Internationale Kinderfreizeiten und vor allem auch die neue Partnerschaft mit Geraberg, die 1990 geschlossen wurde, runden in den 90er Jahren diese lebendige Partnerschaft ab. Verstärkt wurden nun ab 1992 auch gemeinsame Veranstaltungen in der bestehenden Dreier-Partnerschaft Geraberg / Morbach und Pont-sur-Yonne durchgeführt. In Pont-sur-Yonne fungierten Thérese Strass, Jaques Leguet und momentan Betrand de Bruyne als Komiteepräsidenten. Karl Denkel leitete bis 1989 das Morbacher Komitee, Peter Brucker war 21 Jahre Komiteepräsident bis zum 31.12. 2010 und zum 1.01. 2011 übernahm Serge Antony das Amt des Komiteepräsidenten. Den Komiteevorsitz hatten bisher in Geraberg Claudia Tomasch und Roland Frank, momentan wird die Verantwortung kommissarisch im Team wahrgenommen. Feste und Jubiläen und Begegnungen in allen drei Partnerstädten, Familientreffen der Komitees in Burgund, Rheinland-Pfalz und Thüringen festigten die Freundschaft und das Verantwortungsbewusstsein der Verantwortlichen und trugen zu zahlreichen privaten Verbindungen bei. In der Zwischenzeit gibt es auch regelmäßige Kontakte der Boule-Clubs aus Pont und Morbach und gegenseitige Besuche anlässlich der Karnevalstage in Morbach und Pont. Kontakte wurden auch zwischen den Wanderern aus Morbach und Pont-sur-Yonne geknüpft. Diese Verbindungen sind erfreulicherweise beständig und jährlich mit interessanten Programmen gefüllt.
Jugendarbeit Neben den Schulen waren es zunächst die Fußballer, die ihre Partnerschaftsbegegnungen auch intensiver auf die jugendlichen Adressaten abstellten. Jugendfußballer des SV Morbach, des SSV Dhronthal oder der DJK Morscheid fuhren in den 80-er Jahren zum „Kräftemessen" in die Partnerstadt nach Burgund. Seit vielen Jahren ist nun zwischen der JSG Idarwald- Morbach und den Jugendfußballern in Pont eine enge und aktive Freundschaft gewachsen. Eine offizielle Partnerschaft zwischen den beiden Jugendabteilungen der Fußballer gründete man auf Initiative von Serge Antony und Georg Schuh erst im Jahre 1987. Die zahlreichen sportlichen Treffen zeugen von einem sehr harmonischen Miteinander. In diesem Jahr fand zum 3. Mal das internationale Fußballturnier in Morbach statt und das mit Beteiligung aus Otmuchów und Pont-sur-Yonne. Die Idee einer Internationalen Kinderfreizeit hatte Komiteepräsident Peter Brucker schon Anfang der 90er Jahre, umgesetzt wurde sie aber erst 1993. Kinder aus Geraberg, Morbach und Pont-sur-Yonne trafen sich neun Mal unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Europa entdecken". Seit 1994 nahmen auch die Jugendlichen aus Otmuchow, der polnischen Partnerstadt von Bernkastel-Kues, an diesen Freizeiten teil. Leider kann die Freizeit momentan aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden. Zweimal veranstalten auch die Jugendfeuerwehren aus Pont und Morbach eine Jugendfreizeit. Jugendliche aus Morbach und Pont-sur-Yonne trafen sich im Rahmen der Jugendforen des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz/Burgund in Trier und Morbach. Als wichtiges Ergebnis wurde auch hier die Anbahnung und Gründung von Jugendvertretungen insgesamt in den Vordergrund gestellt. Treffen von verantwortlichen Jugendlichen fanden schon in den einzelnen Partnerstädten statt. Leider gibt es, vor allem bedingt durch wechselnde Verantwortliche, immer wieder Hindernisse zu überwinden. Die Gründung einer Jugendvertretung im Bereich der Partnerschaftsarbeit ist eine sehr wünschenswerte Sache und wird immer wieder versucht umzusetzen. Vielleicht klappt es in der näheren Zukunft. Beim diesjährigen Jubiläum ist auch eine Abordnung des Jugendparlamentes aus Morbach anwesend, um vielleicht die Weichen für eine zukünftige Arbeit zu stellen.
Auszeichnungen auf Europa- und Bundesebene Die 1996 verliehene Auszeichnung des Europadiploms durch das Europäische Parlament in Straßburg für die vorbildliche Partnerschaftsarbeit unserer Gemeinden und die Verleihung der Europafahne durch den Europarat im Jahre 2000 dürfen aber kein Grund zum „Ausruhen" sein. Partnerschaftsarbeit bedeutet ein ständiges Engagement und Bewegung. Auch die Einladung der Realschule Morbach und der Regelschule Geratal zu Bundespräsident Johannes Rau nach Berlin aufgrund eines gemeinsamen Projektes zeugte von guter partnerschaftlicher Arbeit zwischen den beiden Schulen.
Eine notwendige Aufgabe für die Zukunft Der inzwischen geschaffene Alltag mit seinen das ganze Jahr über angebotenen Austauschmaßnahmen stellt jedoch neue Herausforderungen und macht immer mehr Engagement einzelner notwendig. Die Partnerschaft lebt von den Begegnungen zwischen den Menschen unserer Partnerstädte. Sie lebt vom Geben und Nehmen. Die Beziehungen dürfen nicht zu einer Einbahnstraße werden. Eine mögliche Erweiterung der Aktivitäten insbesondere im Jugendbereich oder eventuell auch bei den Senioren bietet sich unbedingt im musikalischen und künstlerischen Bereich oder auf der Ebene des Internets an.
Fahren wir fort, für den Frieden auf der Welt und die Annäherung unserer beiden Länder und der östlichen Staaten zu arbeiten und beizutragen, die Menschen in Mali gemeinsam zu unterstützen und damit deren Situation zu verbessern. Wir haben noch viele Dinge gemeinsam in Toleranz, gegenseitiger Achtung und Freundschaft zu tun.
Peter Brucker, Ehrenpräsident
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